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Politik

EKD wird kein eigenes Rettungsschiff kaufen

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) reagiert zurückhaltend auf Forderungen nach Anschaffung eines kirchlichen Rettungsschiffes für Flüchtlinge im Mittelmeer. "Es wäre nicht sinnvoll, als EKD ein eigenes Schiff zu kaufen", sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagsausgabe). "Die Kirche ist weder eine Reederei noch eine Rettungs-NGO", stellte Bedford-Strohm klar.

Ein eigenes Rettungsboot der evangelischen Kirche hatte unter anderem der Deutsche Evangelische Kirchentag in einer Resolution gefordert. Die leitenden Gremien der EKD wollten hingegen, "dass das Projekt breiter verankert wird", sagte Bedford-Strohm der FAZ. Er kündigte an, die Kirche strebe nun ein "breites gesellschaftliches Bündnis an", das gemeinsam ein Schiff anschaffen soll. Finanziert werden soll das Projekt über die Einwerbung von Spenden, erklärte Bedford-Strohm. Ein Konzept dafür werde derzeit ausgearbeitet. Eine Entscheidung soll im September fallen.

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